Freitag der 13. – bundesweiter Rauchmelder Tag

Rauchmelder heißen eigentlich Rauchwarnmelder. Und genauso funktionieren Sie auch: sie warnen rechtzeitig vor entstehendem Brandrauch. Bei den meisten gängigen Rauchmeldern handelt es sich um sogenannte optische Rauchmelder. Sie funktionieren nach dem Streulichtprinzip. Nach diesem Verfahren reagiert der Rauchmelder schon bei geringen Konzentrationen von Brandrauch – ohne jedoch bereits bei leichtem Rauch, wie Zigarettenrauch, Alarm auszulösen.

So funktioniert ein Rauchmelder:

In der optischen Kammer des Rauchmelders befinden sich eine Infrarot-Leuchtdiode und ein lichtempfindlicher Sensor, eine sogenannte Fotodiode. Die Infrarot-LED sendet kontinuierlich einen Prüf-Lichtstrahl aus, der für das menschliche Auge unsichtbar und so ausgerichtet ist, dass er nicht direkt auf die lichtempfindliche Photodiode trifft.

Sind Rauchpartikel in der Luft und dringen diese in die optische Kammer des Melders ein, wird der ausgesandte Infrarot-Lichtstrahl der LED durch die Rauchpartikel gestreut und reflektiert. Ein Teil dieses gestreuten Infrarot-Lichts fällt auch auf die lichtempfindliche Photodiode – der Rauchmelder schlägt Alarm. Wichtig ist zu wissen, dass auch kleine Partikel wie Staub oder Insekten einen Alarm auslösen können. Daher ist es wichtig, die Rauchmelder regelmäßig zu pflegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rauchmelder Checkliste

Prüfen Sie Rauchmelder jährlich auf Ihre Funktionsfähigkeit. Bewahren Sie die Bedienungsanleitung des Rauchmelders gut auf und halten Sie sich stets an die Angaben des Herstellers.

Funktions-Check

Drücken Sie auf die Prüftaste, um die Funktion des Rauchmelders zu testen. Ertönt kein Signal ist die Funktion gestört.

 

 

 

Geräte-Check

Befreien Sie die Raucheintrittsöffnungen von Staub, Insekten, Abdeckungen oder anderen Fremdkörpern.

 

 

Batterie-Check

 

Wechseln Sie die Batterie des Rauchmelders aus, wenn das entsprechende Signal ertönt. Halten Sie sich stets an die Herstellerangaben.

 

 

“Q” steht für Qualität

Mit dem “Q” ausgezeichnete Rauchmelder verfügen neben einer fest eingebauten 10-Jahres-Lithium-Langzeitbatterie, über eine bessere Messelektronik sowie stabilere Komponenten und ein stabileres Gehäuse. Dadurch sind Q-Rauchmelder weniger anfällig für Fehlalarme und bieten gleichzeitig mehr Komfort – das aufwendige Auswechseln der Batterien entfällt, die Wartung und Pflege wird einfacher und günstiger. Q-Rauchmelder werden auch von der Stiftung Warentest empfohlen.

Rauchmelderpflicht in Hessen – so ist sie geregelt

In Hessen sind Rauchmelder seit dem 31.12. 2014 in allen Schlaf- und Kinderzimmern, sowie in allen Fluren, die als Rettungswege aus Aufenthaltsräumen dienen, verpflichtend vorgeschrieben. Für den Einbau ist der Eigentümer, bzw. der Vermieter verantwortlich, für die Wartung der Mieter selbst. Alle Informationen zur Rauchmelder Vorschrift laut Landesbauordnung und wichtige Links hier im Überblick:

Wie sind die Fristen zum Einbau von Rauchmeldern in Hessen?

  • In Neu- und Umbauten müssen seit dem 24.06.2005 Rauchmelder eingebaut werden.
  • Für Bestandsbauten gilt eine Übergangsfrist, diese endet jedoch spätestens am 31.12.2014.

Wo müssen Sie Rauchmelder anbringen?

  • Rauchmelder müssen in allen Schlafräumen und Kinderzimmern angebracht werden.
  • In allen Fluren in der Wohnung bzw. im Einfamilienhaus, über die Rettungswege ins Treppenhaus oder ins Freie führen, ist jeweils mindestens ein Rauchmelder zu installieren.
  • In Einfamilienhäusern mit einem offenen Treppenraum gilt dieser auch als Fluchtweg und muss mit einem Melder auf jedem Stockwerk ausgestattet werden.

 

Wer muss Rauchmelder installieren?

  • der Eigentümer (bei selbstgenutztem und vermietetem Wohnraum)

 

Wer ist verantwortlich für die Rauchmelder Wartung (Betriebsbereitschaft)?

  • In Mietwohnungen sind die Mieter bzw. Bewohner der Wohnung (im Fachjargon: der Besitzer) für die Wartung von Rauchmeldern verantwortlich – es sei denn der Eigentümer übernimmt die Wartung selbst.
    ABER: Der Vermieter ist dennoch immer in der Pflicht, die von ihm oder über Dritte (externe Dienstleister) installierten Melder betriebsbereit zu halten, d.h. die regelmäßige Wartung zu übernehmen. Diese mietrechtliche Pflicht verdrängt auch anderslautende Regelungen zur Zuständigkeit für die Wartung von Rauchwarnmeldern in einzelnen Landesbauordnungen! Mehr
  • Im selbst genutzten Wohnraum ist der Eigentümer für die Wartung zuständig.Alle Bilder & Text: © www.rauchmelder-lebensretter.de