!!! RETTUNGSGASSE RETTET LEBEN !!!

Aufgrund des neusten Vorfalls (Arbeitsunfall am 15. März 2017, auf der A5 bei Weiterstadt-Gräfenhausen) bitten wir Sie, diesen Artikel DURCHZULESEN und zu TEILEN.
Sodass weitere Fehler dieser Art nicht mehr passieren!!!

RETTUNGSGASSE bilden ist PFLICHT!

WICHTIG: Die RETTUNGSGASSE MUSS auch schon bei langsam fahrenden Verkehr gebildet werden !!!

Rettungsgasse bilden und frei halten!!!

Die aktuellen Einsätze der letzten Tage haben gezeigt, dass das Thema „RETTUNGSGASSE“ noch nicht überall angekommen ist, Geschweige denn richtig funktioniert.

Die Rettungsgasse ist zwingend immer zu bilden, wenn es auf Autobahnen und mehrspurigen Bundestraßen zu einem Stau oder auch nur zu zähfließenden Verkehr kommt.

Hier muss zwingend von allen Verkehrsteilnehmern darauf geachtet werden, dass alle Fahrzeuge die auf der linken Spur sind auch ganz links stehen oder fahren. Alle anderen Fahrzeuge müssen so weit wie möglich nach rechts fahren oder rechts stehen. Günstig ist es immer genügend Platz zum Voraus fahrenden oder vor einem stehenden Fahrzeug zu haben, um noch nach links oder ganz nach rechts rangieren zu können.

Es ist aber elementar dass alle mitmachen, denn die Rettungsgassen funktionieren nur, wenn alle Verkehrsteilnehmer diese Regelung beachten.

Ist die Rettungsgasse gebildet, muss sie auch bestehen bleiben bis der Verkehr wieder normal läuft. Leider musste jedoch festgestellt werden, dass nachdem ein Fahrzeug von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst durch die Rettungsgasse gefahren ist, die Verkehrsteilnehmer diese Möglichkeit der schnellen Anfahrt der Hilfskräfte zum Unfallort wieder zu stellen. Hier gilt es die Rettungsgasse immer offen zu lassen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und der Polizei fahren von verschiedenen Standorten die Unfallstelle an. Dadurch befahren die Einsatzfahrzeuge in unterschiedlichen Zeitabständen die Rettungsgasse.

Deshalb muss die Rettungsgasse nicht nur gebildet werden sondern sie muss auch zwingend frei und offen gehalten werden.

Wir appellieren hier nochmals an alle Autofahrer den Einsatzkräften freie Bahn zu schaffen und auch die Rettungsgasse nicht als schnelle Möglichkeit zu sehen, die anderen Verkehrsteilnehmer zu überholen.

Reagieren sie nicht unverständlich, wenn andere Autofahrer plötzlich weit nach links und alle andern weit nach rechts fahren, dann wird nämlich die lebensrettende Gasse gebildet und nicht eine Fahrspur zur schnellen Fahrt eröffnet. Reagieren sie verständnisvoll und machen sie mit.

Für Fahrten in der Stadt oder über Land gelten die Regeln analog, wobei es dann Besonderheiten gibt.

Viele Autofahrer verhalten sich falsch, wenn im Rückspiegel plötzlich Blaulichter auftauchen. Die häufigste Fehlreaktion ist das unvermittelte Abbremsen mitten auf der Fahrbahn. Damit riskiert man nicht nur einen Auffahrunfall mit anderen Fahrzeugen, sondern es wird auch das Einsatzfahrzeug behindert. Fahren sie überlegt rechts an den Fahrbahnrand und zeigen sie dies auch durch Blinken an.

Wenn Sie ein Fahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn hören oder sehen, ist sofort freie Bahn zu schaffen. Hierzu zählen insbesondere folgende Punkte:

  • Geschwindigkeit reduzieren
  • Feststellen aus welcher Richtung das Einsatzfahrzeug kommt
  • Beim Anhalten das Fahrzeug parallel zur Fahrtrichtung stellen. Dadurch braucht es am wenigsten Platz
  • Wenn möglich, zum Rangieren eine Fahrzeuglänge Platz zum vorderen Fahrzeug lassen
  • •Den Blinker setzen, um Verkehrsteilnehmern und Rettungsfahrzeugen mitzuteilen, wohin man ausweicht
  • An Ampelkreuzungen in Schrittgeschwindigkeit über die rote Ampel in die Kreuzung einrollen, damit hinten Platz geschaffen wird. Hier muss aber extrem VORSICHTIG agiert werden
  • Auch bei entgegen kommenden Einsatzfahrzeugen an den rechten Rand der Fahrbahn ausweichen
  • Vor der Weiterfahrt auf eventuell noch folgende Einsatzfahrzeuge achten

Wenn diese Punkte berücksichtigt werden, dann kommt die schnelle Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdienst auch an.

Text: Friedrich Schmidt – Kreisbrandinspektor Landkreis Groß-Gerau